Max Machete: Se German Murmeltier

MERTESHEIM/GRÜNSTADT/LAS VEGAS. Eigentlich könnte Max Machete sich mehr als nur freuen, denn der Mertesheimer ist zum wiederholten Mal Weltmeister im Murmelsport geworden. Doch eine Sache fuchst ihn: Bei der Wahl der Sportler des Jahres, die die „Rheinpfalz“ durchführt, ist er nicht nominiert. Rudi Riesling hat mit ihm gesprochen.

Herr Machete, Sie wirken so unentspannt. Was liegt Ihnen auf dem Herzen?
Was heißt hier „liegt Ihnen auf dem Herzen?“ Ich sag Ihnen mal was: Werden Sie erstmal Weltmeister, dann können wir nochmal über Gefühlszustände reden.

Sind Sie stolz auf Ihren WM-Titel?
Was ist das denn für eine Frage? Natürlich! Wenngleich ich auch einfach so durchmarschiert bin durch die 39 Runden der WM.

39 Runden?
Ja klar! Bis man sich da durch die ganzen Teilnehmer durchgemurmelt hat – das dauert eben. Und am Ende steht der Murmel-Champion.

„Se German Murmeltier“, „Klickerkönig“ oder „Mad Max“: Die Liste mit Ihren Spitznamen ist lang. Wie werden Sie am liebsten angesprochen?
Ach, da darf sich jeder aussuchen, wie er mich am liebsten nennt. Man weiß ja bei allen Namen, um wen es geht. Außerdem sind Namen ja auch so ein künstliches Konstrukt um von Personen abzulenken. Um wen es wirklich geht, das ist hier wichtig. Nicht, wie er heißt.

Der Murmelsport ist im Leiningerland noch nicht so angekommen. An was liegt’s?
Ja, wem sagen Sie das? Im April findet eine Wahl der Sportler des Jahres statt. Von der „Rheinpfalz“ organisiert. Und nicht ein Wort fällt da über den Murmelsport. Da hat man mal einen Weltmeister, der auch noch in Mertesheim wohnt, aber die haben es ja nicht für nötig empfunden, diese Sportart zu ehren. Was da hinter verschlossenen Türen so ausgehandelt wird, kann ja keiner nachvollziehen.

Haben da nicht die Leser mitentschieden? Vielleicht passt Ihr extravaganter Lebensstil manchen nicht so recht ins Mertesheimer Ortsbild.
Da lob ich mir doch die Vereinigten Staaten. Dort herrscht nicht so eine Neid-Gesellschaft wie in Deutschland. Wenn da ein Michael Jordan 30 Millionen Dollar  bekommt, interessiert es keinen. Hier muss man sich ständig rechtfertigen. Erst letztens habe ich da mit David Beckham drüber diskutiert.

Sie treffen sich mit David Beckham?
Ja klar – so unter Profispielern. Jeder bringt da immer seine eigenen Spice-Girls mit. David Victoria und ich die anderen vier. Als Weltmeister gehört es sich eben, auch mal in der internationalen Prominenz mitzuspielen. Ich war ja schon auf zahlreichen Covern: Men’s HealthPlaygirl, GQNeon Ghosts, … Die Liste ist lang. Außerdem verdiene ich dadurch einen Haufen Kohle. Aber ich bin ja immer noch auf dem Boden geblieben. Das Murmelspiel hilft mir immer wieder dabei, nicht zu vergessen, wo ich hergekommen bin. Wenn man sich bis zum Boden bücken muss um die Murmel zu klickern, gibt das einem schon deutliche Zeichen.

Lässt sich das Murmelspiel ohne Weiteres auf das echte Leben übertragen?
In den meisten Situationen schon. Wenn ich zum Beispiel an der Hotelbar eine heiße Braut sehe, spiele ich sie geschickt mit einem Rückpraller an um danach meine Chance auf’s Einlochen zu erhöhen. Und so geht das in den meisten Situationen. Und so hoffe ich auch auf eine Nominierung bei der nächsten Sportlerwahl: geschicktes Spiel hat noch keinem Sportler geschadet.

Foto: Andreas Müller Fotografie

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