Kuntz verlässt FCK

Kanzel statt Teufel

KAISERSLAUTERN/GRÜNSTADT. Stefan Kuntz tritt von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern zurück um sich voll und ganz seinem Amt als Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Grünstadt zu widmen.

Stefan Kuntz auf der Kanzel der Grünstadter Martinskirche. |Foto: Thomas Hilmes / http://www.der-betze-brennt.de (M)

Stefan Kuntz auf der Kanzel der Grünstadter Martinskirche. |Foto: Thomas Hilmes / http://www.der-betze-brennt.de (M)

Wie der Verein bei einer Pressekonferenz am Montagvormittag bekanntgab, steigt der FCK-Boss bereits nach Ende der laufenden Saison aus seinem bis zum 31. Dezember 2017 laufenden Vertrag aus. Wie Quellen berichten, die dem Schorlekurier vorliegen, liege der Grund in Grünstadt: Stefan Kuntz will sich mehr auf sein Amt als Dekan konzentrieren, das er seit Februar 2009 innehat. Dass die Gratwanderung zwischen Roten Teufeln und der Kirche nicht auf Dauer funktionieren konnte, hatten Experten schon viel früher vorhergesehen. Gerade die Anstoßzeiten der Zweiten Bundesliga (sonntags um 13:30 Uhr) machten dem Doppelfunktionär wohl einen gewaltigen Strich durch den Terminkalender. Um 10 Uhr auf die Kanzel, um 11 Uhr raus aus dem Talar und bis spätestens 12 Uhr nach Kaiserslautern fahren – das wurde wohl schlicht und ergreifend zu stressig. Dazu noch die vielen Pressekonferenzen, die Verwaltungsarbeit im Dekanat, zwischendurch ein Training und Konzertbesuche der Kantorei.

Aufstieg nicht geglückt

Dabei hat sich der Dekan bei seinem Antritt vorgenommen, „das Gemeindeleben im Kirchenbezirk zu stärken und ganz unterschiedliche Menschen in der Kirchengemeinde zusammen zu bringen.“ Dazu braucht er Zeit, die ihm nach der laufenden Fußballsaison zur Verfügung stehen wird. Erst wenn die letzte Pressekonferenz gegeben ist, das letzte Spiel gespielt ist, kann sich der Dekan voll und ganz auf seine Aufgabe konzentrieren. Bis dahin liegt jedoch noch ein steiniger Weg vor ihm. Eines seiner Ziele konnte er leider nicht erreichen: Den FCK als Erstliga-Mannschaft verlassen. Dafür stehe der FCK solide da, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff versicherte. Er bete jetzt „die sportlich Verantwortlichen, mit dem bestehenden Kader das Bestmögliche aus der laufenden Saison rauszuholen“. Und im Beten ist Kuntz ja schließlich Profi.

Mehr
Stimmzettel vertauscht: Grünstadt wählt Emmanuel Macron zum Bürgermeister
GRÜNSTADT/PARIS. Auweia, das hätte nicht passieren dürfen: Weil in der Druckerei die Stimmzettel vertauscht worden sind, hat die Stadt Grünstadt… ∞
Grünstadter Bürgermeister: Schulz soll’s machen
GRÜNSTADT. Für die nächste Bürgermeisterwahl fährt die Grünstadter SPD schwere Geschütze auf. Laut Schorlekurier-Angaben habe Martin Schulz, der Präsident es EU-Parlaments, angekündigt,… ∞
William und Kate zu Gast bei Krönung der Weingräfin
Grünstadt. Prinz William und Herzogin Kate werden nach Deutschland reisen, um bei der Krönung der 68. Weingräfin des Leiningerlandes, Laura… ∞
Werbung




Hier könnte auch Ihre Werbung stehen. Schreiben Sie uns unter redaktion@schorlekurier.de!