Bockenheim

Weinlaube wird in Weinlaubi umbenannt

Weil Grünstadts Tourismus-König Laubi Laubersheimer aufhört, widmet ihm die Gemeinde Bockenheim einen ganz besonderen Ort: Das Ständchen an der Klosterschaffnerei, bisher „Weinlaube“ genannt, heißt ab sofort „Weinlaubi“.

„Des ehrt mich ganz besunnerscht / des macht mich gar ganz stolz / so stark, dass de dich wunnerscht, / des edle Stickche Holz“, sagte der Geehrte bei seiner Dankesrede am Mittwoch. Er habe schon einige Orden verliehen bekommen, sagte der gefühlt 35-Jährige, der auch in der Fastnacht sehr aktiv ist. Doch eine Ehrung, in der Wein ausgeschenkt wird, hätte er noch nie bekommen.

Laubersheimer gab zugleich bekannt, dass er bei jedem Winzer, der die Weinlaubi betreibt, zuvor vorbeischauen wird, um den Wein vorzukosten. „Des missen mir so mache, dass do aach nix Schlechtes ausg’schenkt werd“, so Laubersheimer.

Bäume vor der Feuerwehr-Ausfahrt

Da haben die Planer wohl nicht richtig aufgepasst: Direkt vor den Garagen des neuen Feuerwehr-Gerätehauses wurden drei große Bäume gepflanzt.

Erst kürzlich wurde es eingeweiht, das neue Feuerwehrgerätehaus der Stützpunktwehr Bockenheim-Kindenheim. Das offiziell „Feuerwache II“ genannte Gebäude soll die Hauptwache zwischen Bockenheim und Kindenheim entlasten und Platz für die fünf neuen Fahrzeuge schaffen, die der künftige VG-Bürgermeister Frank Rüttger anschaffen will.

Doch einen entscheidenden Fehler haben die Planer gemacht: Direkt vor den Toren des neuen Gerätehauses am Bockenheimer Winzerfestplatz wurden drei große Bäume gepflanzt, die es unmöglich machen, mit den Feuerwehrautos aus der Garage zu kommen.

„Wussten nicht, dass es sich um Feuerwehrgerätehaus handelt“

„Wir wussten nicht, dass es sich bei dem Gebäude um ein Feuerwehrgerätehaus handelt“, sagte ein Mitarbeiter des zuständigen Planungsbüros, der anonym bleiben möchte. Dabei ist die Feuerwache II doch extra in Feuerwehrblau angestrichen worden. Um die Tore sichtbarer zu machen, hat man sich für ein kräftiges Gelb entschieden. So sollen die Besucher der Festhalle Emichsburg, die die Fläche als Parkplatz nutzen, darauf aufmerksam gemacht werden, nicht vor der Feuerwehr-Einfahrt zu parken.

 

Will kein Fass aufmachen: Knigge-Käufer reißt Wirtschaft ab

BOCKENHEIM. Weil der Käufer einer ehemaligen Gaststätte kein Fass aufmachen will, lässt er sie abreißen. Dass dort noch einmal eine Wirtschaft entsteht, könne man „knigge“, hieß es auf Schorlekurier-Anfrage.

Es ist ein Fass ohne Boden, dass da in Bockenheim steht. Schon Jahrelang stand es ungenutzt leer. Für Wirtschaftswachstum sorgte es auch nicht mehr. „Es ist zum weinen“, sagte ein Anwohner der Weinstraße. Gerade, weil mit dem Ort viele wichtige Erinnerungen zusammenhängen wie etwa der erste Vollrausch – erst Jahre später, mit 15 oder 16, wurde auch die Musik wichtig.

Abschiedsparty vor dem Bauzaun

Zum Abschied soll noch einmal richtig gefeiert werden, sagte ein Sprecher der Organisation Bockenheimer Discothekentänzer. Unter dem Motto „Crying at the Discoteque“ soll eine Party vor dem Bauzaun des Abrissortes stattfinden. Und wenn die Veranstaltung erfolgreich wird, folgen noch weitere. So etwa, die „Fass-Nacht“, „Spaß ohne Fass“ oder das „Fass-Food-Festival“.

 

William und Kate zu Gast bei Krönung der Weingräfin

Grünstadt. Prinz William und Herzogin Kate werden nach Deutschland reisen, um bei der Krönung der 68. Weingräfin des Leiningerlandes, Laura I., am 21. Juli anwesend zu sein. Wie der Kensington Palace bekannt gab, sei dies der Hauptanlass für die Deutschland-Reise.

Schon seit Jahrhunderten ist es üblich, dass bei einer Krönungszeremonie andere Adelige anwesend sind. Neben König Kurt I. von Bockenheim und Kaiser Klaus I. von Grünstadt werden nun auch der Herzog und die Herzogin von Cambridge erwartet. „Nach dem Pflichtprogramm wollen wir uns ein paar alte Gemäuer anschauen“, teilten die beiden dem Schorlekurier mit. Da die Burg Neuleiningen im Juli immer etwas überfüllt von Touristen sei, haben sie sich für Heidelberg entscheiden.

Damit hat Laura nicht gerechnet

Gräfin Laura wusste bis Montagmorgen noch nichts von ihrem Glück. Die Bockenheimerin erfuhr erst aus dem Schorlekurier von dem hohen Besuch aus Großbritannien. In der Grünstadter Stadtverwaltung hatte man schon einige Wochen vorher die Mitteilung von der britischen Botschaft erhalten, hielt diese aber zunächst für einen Scherz.

Bei der Vorgängerin Anna-Lena I. kam kein Staatsbesuch aus Großbritannien. Dafür werde sie nach ihrer Amtszeit in den Buckingham Palace zum Essen eingeladen, hieß es auf Schorlekurier-Nachfrage. Da dieses Essen von Prince Philip ausgerichtet wird, darf auch eine Delegation aus Mountbatten (Battenberg) mitreisen.

Foto: tsaiproject, CC BY 2.0

 

Basebohe

BOCKENHEIM. Die Badesaison hat wieder begonnen. Auch das kürzlich errichtete Bockenheimer Spaß- und Erlebnisbad Basebohe hat wieder geöffnet. Grund dafür sind die hohen Temperaturen im diesjährigen Dezember.

Ab dem 24. Dezember ist das neue Bad geöffnet. |Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Ab dem 24. Dezember ist das neue Bad geöffnet. |Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Da ist es endlich: Das Basebohe! Lange hat die Bevölkerung auf dieses Ereignis gewartet, doch nun soll es Wirklichkeit werden. Pünktlich zu Heiligabend um 13 Uhr soll es durch Bürgermeister Kurt Janson eröffnet werden.

Der Name wurde bereits vorher in einem Namenswettbewerb festgelegt, den ein sehr, sehr wichtiges Gremium organisiert hat. Basebohe ist eine Abkürzung von Badesee Bockenheim – ganz einfach und völlig intuitiv von jedem Gast erschließbar. „Außerdem hat es noch einen leicht südländischen Touch. So locken wir noch mehr Leute ins Basebohe“, so Swen Oberhauser vom Ausschuss für Fremdenverkehr, Spaßbäder und Namensgebung.
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Nicht gewidmet: Winzerfest fällt aus

BOCKENHEIM. Aufgrund eines Formfehlers muss das Bockenheimer Winzerfest ausfallen, denn bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden alle Gemeindestraßen gewidmet – bis auf den Winzerfestplatz.

Volles Haus beim Winzerfest 2014: Das letzte Mal?

Volles Haus beim Winzerfest 2014: Das letzte Mal?

„Ein wirklich dummer Fehler“, hörte man von so fast jedem der Ratsmitglieder nachdem bekannt geworden ist, was die Auswirkungen der Entscheidungen sind, die in der Gemeinderatssitzung gefällt wurden. Und dabei war es nur eine Kleinigkeit: Um Missgeschicke wie in der Vergangenheit zu vermeiden, hatte man beschlossen, alle Ortsstraßen „vorsichtshalber“ zu widmen, die noch nicht gewidmet sind. Bis auf das Kellergässchen (denn hier gibt es derzeit noch ein laufendes Widerspruchsverfahren gegen die Widmung per Kreisverwaltung) und den Winzerfestplatz. Keinem der Ratsmitglieder ist aufgefallen, dass die wirtschaftlich wichtige Fläche im Massenwidmungsverfahren fehlt. Und nun ist der Platz ungewidmet, was dramatische Dimensionen annehmen kann. Weiterlesen

Freilaufender Elefant gesichtet

BOCKENHEIM. Ein afrikanischer Elefant läuft derzeit frei herum. Kaum einer hat ihn gesichtet, aber überall hinterlässt er seine Spuren.

Der Elefant interlässt überall seine Spuren: Hier ein Kothaufen am Bockenheimer See

Der Elefant interlässt überall seine Spuren: Hier ein Kothaufen am Bockenheimer See

Wo kommt er nur her, der graue Riese? Diese Frage stellen sich momentan so ziemlich fast alle Bockenheimer. Von Autos bis Weinberge hat er in den letzten Tagen nichts ausgelassen und jetzt geht er auch noch an unser Wasser! Mehrere Hektoliter habe der Elefant schon ausgetrunken sodass ein Bagger Füllmaterial in den See schaufeln musste, teilten die zuständigen Behörden auf Schorlekurier-Anfrage mit.

Direkt neben dem See hat der graue Migrant einen riesigen Kothaufen hinterlassen, der schon zur Touristenattraktion geworden ist. „Mia san extra von Estereich do hergekomma weil mia bei uns so koan Elefanten net hamn“, verriet Anton Sebblhuber, der mit seiner Frau extra in die Pfalz gereist war um das Wunderwerk zu bestaunen.

Ob es den örtlichen Jägern noch gelingt, in den nächsten Tagen den Elefanten zu erlegen, kann auch die Jagdgenossenschaft nicht beantworten. Einen wichtigen Hinweis an die Anwohner gibt es aber vom Vorsitzenden: „Wenn Sie den Elefanten sehen, rufen Sie sofort an! Und lassen Sie unbedingt die Stoßzähne dran, die können wir teuer verscherbeln! Herr Schoppenpetzer, können wir den Satz streichen?“

Bürgermeister rettet Krippenspiel

BOCKENHEIM. Beinahe wäre das Krippenspiel an Heiligabend ausgefallen, weil sich kein Kind gefunden hatte, das bereit ist, den Engel zu spielen. Nun muss der Bürgermeister einspringen um das traditionsreiche Schauspiel zu retten.

Engel Kurtonius

Engel Kurtonius bei den Proben in der Martinskirche

Alle Rollen sind besetzt worden von den Präparanden der evangelischen Kirchengemeinde – bis auf eine: Der Engel, welcher den Hirten die frohe Botschaft verkünden darf. „Normalerweise findet sich in jeder Gruppe mindestens ein Mädchen mit engelsblonden Haaren“, erklärt Aloisius Stallknecht, Pressesprecher des Deutschen Krippenspielerverbandes. In der Regel sei dies auch eine ehrenvolle Aufgabe, um die sich die Mädels immer streiteten, denn der Engel werde von den meisten Kirchenbesuchern bewundert.

Dieses Jahr sieht das ein bisschen anders aus: Keines der Kinder war bereit, den Engel zu spielen, sodass die Protestantische Kirchengemeinde auf die Suche nach einem Engel gehen musste. Es sei sogar kurz im Gespräch gewesen, die Pfarrerin oder die Vikarin für den Job einzusetzen, jedoch sei der Aufwand zu groß gewesen, innerhalb weniger Sekunden den Talar gegen ein weißes Kleid auszutauschen.

Am Sonntag, direkt nach der Einführung des neuen Presbyteriums, kam jedoch die Idee: Bürgermeister Kurt Janson bekommt eine blonde Perücke aufgesetzt und ein paar Flügel umgeschnallt und schon ist das Problem gelöst. Die Bedenken einiger Präparandenmütter, der Bürgermeister passe nicht so recht in das Bild, kann „Engel Kurtonius“ nur bestreiten: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird“, sagte er auf Schorlekurier-Anfrage.

Das Krippenspiel wird an Heiligabend um 17 Uhr in der Martinskirche aufgeführt.

Mann (34) an Großbockenheimer Kerwe verdurstet

GROSSBOCKENHEIM. Am letzten Wochenende ist laut Informationen der Gendarmerie Großbockenheim ein 34-jähriger Kerwebesucher verdurstet. Offenbar habe er tagelang auf die Ausgrabung der Großbockenheimer Kerwe und die Eröffnung der Ausschanktore gewartet. Vergebens. Die Folge: Der Mann wurde völlig ausgetrocknet auf dem Platz der Partnerschaft aufgefunden und in letzter Sekunde gerettet.

Platz der Partnerschaft: Hier hat man den Verdursteten aufgefunden

Platz der Partnerschaft: Hier hat man den Verdursteten aufgefunden

Seit jeher ist die Großbockenheimer Kerwe am zweiten Septemberwochenende, sagte ein Anwohner dem Schorlekurier. „Bis auf die letzten paar Jahre“ sei auch immer der Ausschank geöffnet. Warum die Tore so plötzlich geschlossen seien, wisse keiner. „Vermutlich war da mal irgend so eine unwichtige Verwaltungsreform“, glaubt eine Großbockenheimerin. Ihr ist in den letzten 50 bis 60 Jahren aufgefallen, dass sich in der Groß- wie auch Kleinbockenheimer Gesellschaft einiges verändert habe: „Früher haben sich die Burschen immer auf der Grenze geschlagen wenn ein Kleinbockenheimer sich an ein Großbockenheimer Mädchen gewagt hat. Das ist irgendwie zurück gegangen in den letzten Jahren.“ Was das jedoch mit dem fehlenden Ausschank an der Großbockenheimer Kerwe zu tun haben kann, weiß sie nicht. Weiterlesen

Altenstube gründet Jugendverband

BOCKENHEIM. Der Seniorenclub in der Altenstube gründet einen Jugendverband. Dieser wird unter dem Namen „Junge Senioren“ laufen. Die Gründungsveranstaltung fand heute um 14.30 Uhr im Bockenheimer Rathaus statt. Das Angebot richtet sich an junge Menschen von 16 bis 65 Jahren, die Interesse haben, sich mit Seniorenthemen auseinander zu setzen wie beispielsweise „Fit im Alter“, „Billige Pflegekräfte aus Osteuropa“ und „Wie abonniere ich statt dem Schorlekurier die Apotheken-Umschau?“ Interessenten sollten ebenfalls nicht abgeneigt sein, gerne Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen und sich Vorträge von Apothekern und Versicherungsvertretern anzuhören. Wer das 65. Lebensjahr überschritten hat, darf schließlich zu den „Aktiven“ wechseln.

Nicht mehr alle Tassen im Schrank: Der Tisch ist gedeckt

Nicht mehr alle Tassen im Schrank: Der Tisch ist gedeckt

Die Jugendorganisation wird, wie auch die Pro-Seniore-Jugend Obrigheim und der Jugendseniorenbeirat der Stadt Grünstadt, dem Landesverband der Jungen Senioren in Rheinland-Pfalz (LVJSRLP) und dem Bundesverband Junger Senioren (BJS) beitreten. Diese überregionalen Verbände ermöglichen die vereinsinterne Kommunikation, die – wie es sich für einen ordentlichen Jungendverband gehört – ausschließlich „über neue Medien“ wie SMS und Telefax geschieht. „Es ist wichtig, im jetzigen Zeitalter die Jungend mit ihren Computern, oder was auch immer die da benutzen, zu fördern“, erklärt die 89-jährige Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Rollator-Clubs (ADRC), Elfriede Müller. Ihr sei es außerdem wichtig, dass auch in ländlichen Gebieten wie Bockenheim ein starkes Seniorennetz – und jetzt auch Jugendseniorennetz – existiert.

Die Jungen Senioren treffen sich ab sofort immer Donnerstags von 16 bis 18 Uhr in der Altenstube im Rathaus. Interessenten im Alter von 16 bis 65 Jahren können sich bei der Gemeindeverwaltung unter der Telefonnummer 06359 946410 melden.

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