Zeitgeschehen

William und Kate zu Gast bei Krönung der Weingräfin

Grünstadt. Prinz William und Herzogin Kate werden nach Deutschland reisen, um bei der Krönung der 68. Weingräfin des Leiningerlandes, Laura I., am 21. Juli anwesend zu sein. Wie der Kensington Palace bekannt gab, sei dies der Hauptanlass für die Deutschland-Reise.

Schon seit Jahrhunderten ist es üblich, dass bei einer Krönungszeremonie andere Adelige anwesend sind. Neben König Kurt I. von Bockenheim und Kaiser Klaus I. von Grünstadt werden nun auch der Herzog und die Herzogin von Cambridge erwartet. „Nach dem Pflichtprogramm wollen wir uns ein paar alte Gemäuer anschauen“, teilten die beiden dem Schorlekurier mit. Da die Burg Neuleiningen im Juli immer etwas überfüllt von Touristen sei, haben sie sich für Heidelberg entscheiden.

Damit hat Laura nicht gerechnet

Gräfin Laura wusste bis Montagmorgen noch nichts von ihrem Glück. Die Bockenheimerin erfuhr erst aus dem Schorlekurier von dem hohen Besuch aus Großbritannien. In der Grünstadter Stadtverwaltung hatte man schon einige Wochen vorher die Mitteilung von der britischen Botschaft erhalten, hielt diese aber zunächst für einen Scherz.

Bei der Vorgängerin Anna-Lena I. kam kein Staatsbesuch aus Großbritannien. Dafür werde sie nach ihrer Amtszeit in den Buckingham Palace zum Essen eingeladen, hieß es auf Schorlekurier-Nachfrage. Da dieses Essen von Prince Philip ausgerichtet wird, darf auch eine Delegation aus Mountbatten (Battenberg) mitreisen.

Foto: tsaiproject, CC BY 2.0

 

„Battenberger Verhältnisse“ in Duden aufgenommen

BERLIN. Jetzt ist es offiziell: Das Geflügelte Wort „Battenberger Verhältnisse“ wurde in den Duden aufgenommen. Der Begriff sei schon längst im deutschen Sprachgebrauch angekommen, so die Verantwortlichen.

DudenDie genaue Definition, wie sie in der neuen Ausgabe des bekannten Wörterbuches stehen wird, lautet: „Zustand eines gewählten Gremiums, bei dem das Niveau so weit gesunken ist, dass konstruktive Denkansätze vollkommen in Vergessenheit geraten.“ Parallel dazu kann man auch „Battenberger Zustände“ verwenden, wobei „Battenberger Verhältnisse“ die vom Duden empfohlene Ausdrucksweise ist.

Nicht durchgesetzt hat sich die Bezeichnung „Battenberger Kindergarten“. Die Begründung des Verlages: Diese Begrifflichkeit sei hochgradig beleidigend. Kinder im Vorschulalter seien durchaus in der Lage, niveauvoll miteinander umzugehen.

Auch im Netz wird das Geflügelte Wort schon längst fleißig benutzt. Unter dem Hashtag #battenbergerverhältnisse twittern User über ausartende Gemeinde- und Stadtratssitzungen.

Einen ganz besonderen Werbegag hat sich die Dating-Agentur „Leiningerlust“ ausgedacht: Im neuen Portal „Battenberger Verhältnisse“ sollen – wenn alles gut geht – Partner in und aus Battenberg vermittelt werden. Die Sache hat nur einen Haken: Momentan hat die Firma einen Rechtsstreit mit der Plattform BattenLeaks, die den Markennamen ebenfalls für ihre neue Internetseite benutzen will. Dort sollen geheime Ratsprotokolle aus nichtöffentlichen Sitzungen offen gelegt werden. Wahrscheinlich ist es, dass am Ende keiner den Namen verwenden darf. Da der Begriff schon längst in aller Munde ist, gilt er als Allgemeingut und darf nicht geschützt werden.

Nach Jauch-Aus: Schorlekurier-Redakteur moderiert neue Talkshow

BERLIN (bpa). Nachdem Talkshow-Moderator Günther Jauch angekündigt hatte, seinen Vertrag beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) nicht zu verlängern, hat sich laut Medienberichten bereits ein Nachfolger gefunden. Wie sich im Laufe des Nachmittages bestätigt hatte, wird ein komplett neues Format eingeführt.

Talk im Wingert

Der Schorlekurier-Redakteur Rudi Riesling soll demnach den Sendeplatz im ARD-Programm „Das Erste“ erhalten. Zur besten Sendezeit direkt nach dem Tatort. Auch ein Name ist schon bekannt: Talk im Wingert. Das Konzept ist ganz einfach: Fünf bis sechs prominente Gäste, meist aus der Politik, wandern durch die Weinberge und tauschen sich bei einem guten Tropfen aus. Nicht zuletzt aufgrund des Namens des Moderatoren soll die Redaktion des NDR zugestimmt haben, den Sendeplatz bereitzustellen. Die neue Sendung wird dann in Co-Produktion mit dem Südwestrundfunk (SWR) und dem Schorlekurier hergestellt. Weiterlesen

Bürgermeister rettet Krippenspiel

BOCKENHEIM. Beinahe wäre das Krippenspiel an Heiligabend ausgefallen, weil sich kein Kind gefunden hatte, das bereit ist, den Engel zu spielen. Nun muss der Bürgermeister einspringen um das traditionsreiche Schauspiel zu retten.

Engel Kurtonius

Engel Kurtonius bei den Proben in der Martinskirche

Alle Rollen sind besetzt worden von den Präparanden der evangelischen Kirchengemeinde – bis auf eine: Der Engel, welcher den Hirten die frohe Botschaft verkünden darf. „Normalerweise findet sich in jeder Gruppe mindestens ein Mädchen mit engelsblonden Haaren“, erklärt Aloisius Stallknecht, Pressesprecher des Deutschen Krippenspielerverbandes. In der Regel sei dies auch eine ehrenvolle Aufgabe, um die sich die Mädels immer streiteten, denn der Engel werde von den meisten Kirchenbesuchern bewundert.

Dieses Jahr sieht das ein bisschen anders aus: Keines der Kinder war bereit, den Engel zu spielen, sodass die Protestantische Kirchengemeinde auf die Suche nach einem Engel gehen musste. Es sei sogar kurz im Gespräch gewesen, die Pfarrerin oder die Vikarin für den Job einzusetzen, jedoch sei der Aufwand zu groß gewesen, innerhalb weniger Sekunden den Talar gegen ein weißes Kleid auszutauschen.

Am Sonntag, direkt nach der Einführung des neuen Presbyteriums, kam jedoch die Idee: Bürgermeister Kurt Janson bekommt eine blonde Perücke aufgesetzt und ein paar Flügel umgeschnallt und schon ist das Problem gelöst. Die Bedenken einiger Präparandenmütter, der Bürgermeister passe nicht so recht in das Bild, kann „Engel Kurtonius“ nur bestreiten: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird“, sagte er auf Schorlekurier-Anfrage.

Das Krippenspiel wird an Heiligabend um 17 Uhr in der Martinskirche aufgeführt.

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