Willi Weißherbst

Will kein Fass aufmachen: Knigge-Käufer reißt Wirtschaft ab

BOCKENHEIM. Weil der Käufer einer ehemaligen Gaststätte kein Fass aufmachen will, lässt er sie abreißen. Dass dort noch einmal eine Wirtschaft entsteht, könne man „knigge“, hieß es auf Schorlekurier-Anfrage.

Es ist ein Fass ohne Boden, dass da in Bockenheim steht. Schon Jahrelang stand es ungenutzt leer. Für Wirtschaftswachstum sorgte es auch nicht mehr. „Es ist zum weinen“, sagte ein Anwohner der Weinstraße. Gerade, weil mit dem Ort viele wichtige Erinnerungen zusammenhängen wie etwa der erste Vollrausch – erst Jahre später, mit 15 oder 16, wurde auch die Musik wichtig.

Abschiedsparty vor dem Bauzaun

Zum Abschied soll noch einmal richtig gefeiert werden, sagte ein Sprecher der Organisation Bockenheimer Discothekentänzer. Unter dem Motto „Crying at the Discoteque“ soll eine Party vor dem Bauzaun des Abrissortes stattfinden. Und wenn die Veranstaltung erfolgreich wird, folgen noch weitere. So etwa, die „Fass-Nacht“, „Spaß ohne Fass“ oder das „Fass-Food-Festival“.

 

Nach Jauch-Aus: Schorlekurier-Redakteur moderiert neue Talkshow

BERLIN (bpa). Nachdem Talkshow-Moderator Günther Jauch angekündigt hatte, seinen Vertrag beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) nicht zu verlängern, hat sich laut Medienberichten bereits ein Nachfolger gefunden. Wie sich im Laufe des Nachmittages bestätigt hatte, wird ein komplett neues Format eingeführt.

Talk im Wingert

Der Schorlekurier-Redakteur Rudi Riesling soll demnach den Sendeplatz im ARD-Programm „Das Erste“ erhalten. Zur besten Sendezeit direkt nach dem Tatort. Auch ein Name ist schon bekannt: Talk im Wingert. Das Konzept ist ganz einfach: Fünf bis sechs prominente Gäste, meist aus der Politik, wandern durch die Weinberge und tauschen sich bei einem guten Tropfen aus. Nicht zuletzt aufgrund des Namens des Moderatoren soll die Redaktion des NDR zugestimmt haben, den Sendeplatz bereitzustellen. Die neue Sendung wird dann in Co-Produktion mit dem Südwestrundfunk (SWR) und dem Schorlekurier hergestellt. Weiterlesen

Freilaufender Elefant gesichtet

BOCKENHEIM. Ein afrikanischer Elefant läuft derzeit frei herum. Kaum einer hat ihn gesichtet, aber überall hinterlässt er seine Spuren.

Der Elefant interlässt überall seine Spuren: Hier ein Kothaufen am Bockenheimer See

Der Elefant interlässt überall seine Spuren: Hier ein Kothaufen am Bockenheimer See

Wo kommt er nur her, der graue Riese? Diese Frage stellen sich momentan so ziemlich fast alle Bockenheimer. Von Autos bis Weinberge hat er in den letzten Tagen nichts ausgelassen und jetzt geht er auch noch an unser Wasser! Mehrere Hektoliter habe der Elefant schon ausgetrunken sodass ein Bagger Füllmaterial in den See schaufeln musste, teilten die zuständigen Behörden auf Schorlekurier-Anfrage mit.

Direkt neben dem See hat der graue Migrant einen riesigen Kothaufen hinterlassen, der schon zur Touristenattraktion geworden ist. „Mia san extra von Estereich do hergekomma weil mia bei uns so koan Elefanten net hamn“, verriet Anton Sebblhuber, der mit seiner Frau extra in die Pfalz gereist war um das Wunderwerk zu bestaunen.

Ob es den örtlichen Jägern noch gelingt, in den nächsten Tagen den Elefanten zu erlegen, kann auch die Jagdgenossenschaft nicht beantworten. Einen wichtigen Hinweis an die Anwohner gibt es aber vom Vorsitzenden: „Wenn Sie den Elefanten sehen, rufen Sie sofort an! Und lassen Sie unbedingt die Stoßzähne dran, die können wir teuer verscherbeln! Herr Schoppenpetzer, können wir den Satz streichen?“

Mann (34) an Großbockenheimer Kerwe verdurstet

GROSSBOCKENHEIM. Am letzten Wochenende ist laut Informationen der Gendarmerie Großbockenheim ein 34-jähriger Kerwebesucher verdurstet. Offenbar habe er tagelang auf die Ausgrabung der Großbockenheimer Kerwe und die Eröffnung der Ausschanktore gewartet. Vergebens. Die Folge: Der Mann wurde völlig ausgetrocknet auf dem Platz der Partnerschaft aufgefunden und in letzter Sekunde gerettet.

Platz der Partnerschaft: Hier hat man den Verdursteten aufgefunden

Platz der Partnerschaft: Hier hat man den Verdursteten aufgefunden

Seit jeher ist die Großbockenheimer Kerwe am zweiten Septemberwochenende, sagte ein Anwohner dem Schorlekurier. „Bis auf die letzten paar Jahre“ sei auch immer der Ausschank geöffnet. Warum die Tore so plötzlich geschlossen seien, wisse keiner. „Vermutlich war da mal irgend so eine unwichtige Verwaltungsreform“, glaubt eine Großbockenheimerin. Ihr ist in den letzten 50 bis 60 Jahren aufgefallen, dass sich in der Groß- wie auch Kleinbockenheimer Gesellschaft einiges verändert habe: „Früher haben sich die Burschen immer auf der Grenze geschlagen wenn ein Kleinbockenheimer sich an ein Großbockenheimer Mädchen gewagt hat. Das ist irgendwie zurück gegangen in den letzten Jahren.“ Was das jedoch mit dem fehlenden Ausschank an der Großbockenheimer Kerwe zu tun haben kann, weiß sie nicht. Weiterlesen

Gewerkschaft der Wingertsschützen verärgert über frühen Herbst

BOCKENHEIM. Sehr zum Leide der ortsansässigen Wingertsschützen ist die Reife der Trauben schon sehr weit voran geschritten. Die ersten Mitarbeiter der BockSchuss GmbH mussten ihren Urlaub abbrechen um ihren Dienst anzutreten.

Sieht es nicht so eng: Wingertsschütze bei der Vorbereitung

Sieht es nicht so eng: Wingertsschütze bei der Vorbereitung

„Normalerweise liege ich zu dieser Zeit am Strand um mich auf die Saison vorzubereiten“, erklärt ein Mitarbeiter dem Schorlekurier. Vorbereiten, das heißt: körpereigenes Gas aufbauen – innerhalb von wenigen Wochen. Für einen durchschnittlichen Wingertsschützen bedeutet das täglich mindestens vier bis sieben Kilogramm Bohnen, Erbsen oder Linsen, dazu kommen mehrere Liter kohlensäurehaltige Getränke wie etwa Bier oder Schorle.

Dass der Herbst jetzt so früh beginnt, heißt für die Wingertsschützen: Stimme trainieren! Was mit natürlichem Biogas nicht möglich ist, muss verbal geschehen. Einmal die Woche treffen sich die Schützen nun zum lauten „Buh“-Rufen üben. Vielleicht ist das auch die Allzweckwaffe gegen die Stare, die mittlerweile das Biogas-Knallen gewohnt sind und sich nicht mehr so leicht davon beeindrucken lassen.

Urheberrechtsskandal im Weingut Bechtel

BOCKENHEIM. Beim Hoffest im Weingut Peter Bechtel treten morgen ab 19.30 Uhr die „Beat Bandits“ auf, die in letzter Zeit durch Urheberrechtsstreitigkeiten mit verschiedenen Künstlern in die Schlagzeilen getreten sind.

Ganz schöne Banditen: The Beat Bandits

Ganz schöne Banditen: The Beat Bandits

Sie nennen sich selbst übersetzt die „Beat Banditen“, was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Name einer Rockband klingt. Bei genauerem Hinsehen aber fällt die Dreistigkeit auf: Kein einziger Song stammt von der Band selbst. Stattdessen hat die Gaunertruppe das gesamte Repertoire von bekannten Rockgruppen aus den 60er und 70er Jahren geklaut und lässt sich damit vor Publikum feiern.

„Eine bodenlose Frechheit“, findet ein Fan als er vom Skandal erfährt. Der 56-jährige Altrocker hat schon vorher bemerkt, dass etwas an der Musik nicht stimmt: „Bei jedem Konzert dachte ich mir: Das kann doch nicht sein, die Songs kommen mir so bekannt vor.“ Ob er morgen Abend da sein wird, ist noch ungewiss. „Was die sich erlauben, ist unerhört!“, kommentiert er.

Vor einem Musikgericht in Frankfurt am Main werden die vier Urheberrechtsbrecher jetzt in einer Sammelklage zur Rede gestellt. Die Kläger, bestehend aus Vertreter der „Kinks“, den „Beatles“, den „Rolling Stones“ und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), pochen auf eine hohe Geldstrafe. Ein Vertreter der GEMA fordert: „Leider ist dieses Zitat in deinem Land nicht verfügbar.“ Die Fronten sind stark verhärtet.

Bis das Verfahren durch ist, wird es wohl noch eine Weile dauern. Bis dahin bleibt nichts anderes übrig, als es hinzunehmen – aber auch kritisch zu hinterfragen.

Wurstmarkt in der Kullmerstraße

BOCKENHEIM. Morgen wird auf dem Wochenmarkt in der General-Kullmer-Straße erstmals eine international bekannte Persönlichkeit erscheinen: Die 25-jährige Sängerin Conchita Wurst. Sie wird zusammen mit dem Star des Kinderkanals „Bernd das Brot“ zwischen der Metzgerei Born und der Barbarossa-Bäckerei auftreten.

In der Not singt die Wurst auch ohne Brot

In der Not singt die Wurst auch ohne Brot

Im Schorlekurier-Gespräch erklärt die ESC-Gewinnerin, ihr sei es gleichgültig, wie groß ihre Bühne ist: „Ob ich Stadien fülle oder hier in Bockenheim beim Wochenmarkt singe, ist mir eigentlich Wurst… haha, ich hab „Wurst“ gesagt.“ Der zweite Star des Tages, Bernd das Brot, ist leider sehr kurz angebunden. Treffend beschreibt er allerdings seine Situation: „Ich bin dann mal Weck!“

Die Gemeinde Bockenheim hat angekündigt, der Travestiekünstlerin, die im wahren Leben Tom Neuwirth heißt, zu Ehren den Wochenmarkt umzubenennen wenn es soweit ist: Ab dem Auftritt von Conchita soll das Ereignis „Wurstmarkt“ heißen, teilte ein Verantwortlicher dem Schorlekurier mit. Dies läuft jedoch nicht ohne Probleme ab: Mittlerweile haben die Organisatoren des Bad Dürkheimer Wurstmarktes angekündigt, Urheberrechtsklage einzureichen, sollte es zur Umbenennung kommen. Wie es mit dem „Bockenheimer Wurstmarkt“ weitergeht, wird sich spätestens nach dem Auftritt von Conchita Wurst um 11 Uhr in der General-Kullmer-Straße zeigen.

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