Peter Schoppenpetzer

Weinlaube wird in Weinlaubi umbenannt

Weil Grünstadts Tourismus-König Laubi Laubersheimer aufhört, widmet ihm die Gemeinde Bockenheim einen ganz besonderen Ort: Das Ständchen an der Klosterschaffnerei, bisher „Weinlaube“ genannt, heißt ab sofort „Weinlaubi“.

„Des ehrt mich ganz besunnerscht / des macht mich gar ganz stolz / so stark, dass de dich wunnerscht, / des edle Stickche Holz“, sagte der Geehrte bei seiner Dankesrede am Mittwoch. Er habe schon einige Orden verliehen bekommen, sagte der gefühlt 35-Jährige, der auch in der Fastnacht sehr aktiv ist. Doch eine Ehrung, in der Wein ausgeschenkt wird, hätte er noch nie bekommen.

Laubersheimer gab zugleich bekannt, dass er bei jedem Winzer, der die Weinlaubi betreibt, zuvor vorbeischauen wird, um den Wein vorzukosten. „Des missen mir so mache, dass do aach nix Schlechtes ausg’schenkt werd“, so Laubersheimer.

Bäume vor der Feuerwehr-Ausfahrt

Da haben die Planer wohl nicht richtig aufgepasst: Direkt vor den Garagen des neuen Feuerwehr-Gerätehauses wurden drei große Bäume gepflanzt.

Erst kürzlich wurde es eingeweiht, das neue Feuerwehrgerätehaus der Stützpunktwehr Bockenheim-Kindenheim. Das offiziell „Feuerwache II“ genannte Gebäude soll die Hauptwache zwischen Bockenheim und Kindenheim entlasten und Platz für die fünf neuen Fahrzeuge schaffen, die der künftige VG-Bürgermeister Frank Rüttger anschaffen will.

Doch einen entscheidenden Fehler haben die Planer gemacht: Direkt vor den Toren des neuen Gerätehauses am Bockenheimer Winzerfestplatz wurden drei große Bäume gepflanzt, die es unmöglich machen, mit den Feuerwehrautos aus der Garage zu kommen.

„Wussten nicht, dass es sich um Feuerwehrgerätehaus handelt“

„Wir wussten nicht, dass es sich bei dem Gebäude um ein Feuerwehrgerätehaus handelt“, sagte ein Mitarbeiter des zuständigen Planungsbüros, der anonym bleiben möchte. Dabei ist die Feuerwache II doch extra in Feuerwehrblau angestrichen worden. Um die Tore sichtbarer zu machen, hat man sich für ein kräftiges Gelb entschieden. So sollen die Besucher der Festhalle Emichsburg, die die Fläche als Parkplatz nutzen, darauf aufmerksam gemacht werden, nicht vor der Feuerwehr-Einfahrt zu parken.

 

William und Kate zu Gast bei Krönung der Weingräfin

Grünstadt. Prinz William und Herzogin Kate werden nach Deutschland reisen, um bei der Krönung der 68. Weingräfin des Leiningerlandes, Laura I., am 21. Juli anwesend zu sein. Wie der Kensington Palace bekannt gab, sei dies der Hauptanlass für die Deutschland-Reise.

Schon seit Jahrhunderten ist es üblich, dass bei einer Krönungszeremonie andere Adelige anwesend sind. Neben König Kurt I. von Bockenheim und Kaiser Klaus I. von Grünstadt werden nun auch der Herzog und die Herzogin von Cambridge erwartet. „Nach dem Pflichtprogramm wollen wir uns ein paar alte Gemäuer anschauen“, teilten die beiden dem Schorlekurier mit. Da die Burg Neuleiningen im Juli immer etwas überfüllt von Touristen sei, haben sie sich für Heidelberg entscheiden.

Damit hat Laura nicht gerechnet

Gräfin Laura wusste bis Montagmorgen noch nichts von ihrem Glück. Die Bockenheimerin erfuhr erst aus dem Schorlekurier von dem hohen Besuch aus Großbritannien. In der Grünstadter Stadtverwaltung hatte man schon einige Wochen vorher die Mitteilung von der britischen Botschaft erhalten, hielt diese aber zunächst für einen Scherz.

Bei der Vorgängerin Anna-Lena I. kam kein Staatsbesuch aus Großbritannien. Dafür werde sie nach ihrer Amtszeit in den Buckingham Palace zum Essen eingeladen, hieß es auf Schorlekurier-Nachfrage. Da dieses Essen von Prince Philip ausgerichtet wird, darf auch eine Delegation aus Mountbatten (Battenberg) mitreisen.

Foto: tsaiproject, CC BY 2.0

 

Mainzer Rosenmontagszug nach Grünstadt verlegt

+++ Eilmeldung +++

MAINZ/GRÜNSTADT. Wegen Sturmwarnungen wurde der Mainzer Rosenmontagszug ins Leiningerland verlegt. Aufgrund der geschützten Lage durch Donnersberg und Haardt sollen im pfälzischen Grünstadt Schwellköpp, Kleppergarde und Co marschieren.

Es hätte einer der traurigsten Rosenmontage der Mainzer Stadtgeschichte werden können, als am Sonntagabend um 19:11 Uhr die Stadt Mainz, die Polizei und der MCV (Mainzer Carneval-Verein) zur Pressekonferenz luden. Doch dann hat sich plötzlich eine Lösung gefunden: Ein Mitarbeiter der Stadt Grünstadt, der zugleich aktiver Siedler-Fastnachter ist, hatte eine spontane Idee: „Macht doch kää Ferz! Kummen doch grad zu uns!“ Weiterlesen

Kanzel statt Teufel

KAISERSLAUTERN/GRÜNSTADT. Stefan Kuntz tritt von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern zurück um sich voll und ganz seinem Amt als Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Grünstadt zu widmen.

Stefan Kuntz auf der Kanzel der Grünstadter Martinskirche. |Foto: Thomas Hilmes / http://www.der-betze-brennt.de (M)

Stefan Kuntz auf der Kanzel der Grünstadter Martinskirche. |Foto: Thomas Hilmes / http://www.der-betze-brennt.de (M)

Wie der Verein bei einer Pressekonferenz am Montagvormittag bekanntgab, steigt der FCK-Boss bereits nach Ende der laufenden Saison aus seinem bis zum 31. Dezember 2017 laufenden Vertrag aus. Wie Quellen berichten, die dem Schorlekurier vorliegen, liege der Grund in Grünstadt: Stefan Kuntz will sich mehr auf sein Amt als Dekan konzentrieren, das er seit Februar 2009 innehat. Dass die Gratwanderung zwischen Roten Teufeln und der Kirche nicht auf Dauer funktionieren konnte, hatten Experten schon viel früher vorhergesehen. Gerade die Anstoßzeiten der Zweiten Bundesliga (sonntags um 13:30 Uhr) machten dem Doppelfunktionär wohl einen gewaltigen Strich durch den Terminkalender. Um 10 Uhr auf die Kanzel, um 11 Uhr raus aus dem Talar und bis spätestens 12 Uhr nach Kaiserslautern fahren – das wurde wohl schlicht und ergreifend zu stressig. Dazu noch die vielen Pressekonferenzen, die Verwaltungsarbeit im Dekanat, zwischendurch ein Training und Konzertbesuche der Kantorei. Weiterlesen

„Battenberger Verhältnisse“ in Duden aufgenommen

BERLIN. Jetzt ist es offiziell: Das Geflügelte Wort „Battenberger Verhältnisse“ wurde in den Duden aufgenommen. Der Begriff sei schon längst im deutschen Sprachgebrauch angekommen, so die Verantwortlichen.

DudenDie genaue Definition, wie sie in der neuen Ausgabe des bekannten Wörterbuches stehen wird, lautet: „Zustand eines gewählten Gremiums, bei dem das Niveau so weit gesunken ist, dass konstruktive Denkansätze vollkommen in Vergessenheit geraten.“ Parallel dazu kann man auch „Battenberger Zustände“ verwenden, wobei „Battenberger Verhältnisse“ die vom Duden empfohlene Ausdrucksweise ist.

Nicht durchgesetzt hat sich die Bezeichnung „Battenberger Kindergarten“. Die Begründung des Verlages: Diese Begrifflichkeit sei hochgradig beleidigend. Kinder im Vorschulalter seien durchaus in der Lage, niveauvoll miteinander umzugehen.

Auch im Netz wird das Geflügelte Wort schon längst fleißig benutzt. Unter dem Hashtag #battenbergerverhältnisse twittern User über ausartende Gemeinde- und Stadtratssitzungen.

Einen ganz besonderen Werbegag hat sich die Dating-Agentur „Leiningerlust“ ausgedacht: Im neuen Portal „Battenberger Verhältnisse“ sollen – wenn alles gut geht – Partner in und aus Battenberg vermittelt werden. Die Sache hat nur einen Haken: Momentan hat die Firma einen Rechtsstreit mit der Plattform BattenLeaks, die den Markennamen ebenfalls für ihre neue Internetseite benutzen will. Dort sollen geheime Ratsprotokolle aus nichtöffentlichen Sitzungen offen gelegt werden. Wahrscheinlich ist es, dass am Ende keiner den Namen verwenden darf. Da der Begriff schon längst in aller Munde ist, gilt er als Allgemeingut und darf nicht geschützt werden.

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